September 2010
Implantate – funktional und natürlich
Was sind Implantate?
Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, die anstelle eines fehlenden Zahnes in den Kieferknochen eingebracht werden. In der Regel bestehen Implantate aus Titan und  werden somit vom Körper optimal angenommen. Nach der Einheilungszeit ist das Implantat fest mit dem Kieferknochen verwachsen und es können Kronen, Brücken oder große Prothesen darauf befestigt werden.
Welche Vorteile bietet ein Implantat?
Implantat getragene Zähne bieten den großen Vorteil, dass sie sich anfühlen wie echte Zähne und nicht wie Fremdkörper. Bei richtiger und sorgfältiger Pflege können sie ein Leben lang halten. Weil das Implantat im Kieferknochen verankert ist, bildet sich dieser nicht zurück (wie etwa unter Brücken und Prothesen) – ein weiterer entscheidender Vorteil. Das Bissgefühl ist deutlich sicherer, nichts kann verrutschen oder beim Essen oder Sprechen herausfallen. Auch die Aussprache ist so normal wie mit natürlichen Zähnen.
Implantation: Voraussetzung und Grenzen
Einschränkungen bei der Implantation gibt es zum Beispiel bei bestimmten internistischen Grunderkrankungen wie nicht eingestelltem Diabetes.
Ein Implantat kann auch nur dort verankert werden, wo genügend Knochen vorhanden ist. Kleinere Mengen an Kieferknochen können relativ problemlos aufgebaut werden. Je größer aber der knöcherne Defekt ist, umso komplizierter und umso schwieriger werden die Verfahren. Sollte ein Implantat für einen Patienten aus verschiedenen Gründen nicht empfehlenswert sein, gibt es auch zufriedenstellende, konservative Lösungen als Alternative.
Wie bei den natürlichen Zähnen ist auch bei Implantaten eine gewissenhafte, regelmäßige Zahn- und Mundpflege unabdingbar. Neben der Zahnpflege zu Hause sollten Sie mindestens zweimal im Jahr zu Kontrolluntersuchungen und zur professionellen Zahnreinigung zum Zahnarzt gehen.
Zahnfleisch- und Knochenschwund effektiv behandeln
Im Laufe des Lebens treten häufig Probleme wie Zahnfleisch- und Knochenschwund
auf. Bei regelmäßigen Kontrollbesuchen kann der Zahnarzt die Erkrankung frühzeitig erkennen und konservative Behandlungsmethoden (Zahnfleisch- und Zahnwurzelreinigung) durchführen. Der krankhafte Prozess wird in den meisten Fällen so gestoppt. Treten an einzelnen Zähnen besonders tiefe und schmale Knochentaschen auf, so ist es in diesen speziellen Fällen möglich, die Defekte mit einem Proteinpräparat  zu füllen bzw mit eigenem Knochen aufzubauen. Eine sorgfältige Mundhygiene ist Voraussetzung für den Erfolg des Verfahrens.









Korinna Schroll