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Februar 2011

Gut sehen auch im Alter

IOL –VIP – Kunstlinsen für sehbehinderte Patienten

Was ist AMD?

Die trockene altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist eine Art Stoffwechselerkrankung des Sehzentrums (=Makula). Im Alter verlangsamt sich der Stoffwechsel und es bilden sich Ablagerungen in der Netzhaut, die zu einem schlechten Sehen führen. Je näher diese Veränderungen an der Makula liegen, umso schlechter wird auch das zentrale Sehvermögen. Der Betroffene kann nur noch das Umfeld mit den seitlichen Regionen der Netzhaut wahrnehmen. Allerdings ist dort die Abbildungsqualität nicht so gut wie im Sehzentrum.

Wirkungsweise des IOL-VIP-SYSTEMS

Das IOL-VIP-System besteht aus zwei Kunstlinsen. Beide bilden aufgrund ihrer Beschaffenheit einen so genannten „prismatischen Effekt“. Durch diesen Effekt wird die Abbildung des Seheindruckes vom geschädigten Sehzentrum auf eine weniger geschädigte Stelle der Netzhaut umgeleitet. Zusammen besitzen die beiden Linsen des IOL-VIP-Systems einen Vergrößerungseffekt von ca. 30 Prozent. Dadurch wird die weniger gute Abbildungsqualität an der seitlichen Netzhaut ausgeglichen.

Für wen kommt das IOL-VIP-System in Frage?

Die Auswahlkriterien für Patienten sind sehr streng. Es darf keine Verschlechterung des Augenarztbefundes vorliegen (stabile AMD). Vor dem Eingriff muss der Erfolg der geplanten Operation berechnet werden. Bereits vor dem Eingriff wird deshalb mit Hilfe einer Spezialbrille die Sehkraft nach der Operation simuliert und so der Effekt vorher getestet. Nur wenn eine zufrieden stellende Sehverbesserung nachgewiesen werden kann, kann bei dem Patienten das IOL-VIP-System operativ eingesetzt werden.

Intensives Training notwendig

Allein mit einer Operation ist die Behandlung jedoch nicht abgeschlossen: Die seitlichen Regionen der Netzhaut werden normalerweise nicht aktiv benutzt, sondern sie „unterstützen“ das Sehzentrum, erweitern das Gesichtsfeld und helfen beim räumlichen Sehen.

Dazu muss zuerst mit Hilfe einer Computersoftware die Stelle der Netzhaut ermittelt werden, die der Patient bevorzugt einsetzt und auf die der Seheindruck mit dem IOL-VIP-System dann umgeleitet werden soll (siehe Abbildung). Vor der Operation muss die ermittelte Stelle der Netzhaut mit Hilfe eines computergestützten Übungsprogrammes intensiv trainiert werden.

Das Übungsprogramm muss vom Patienten 2 Monate vor und mindestens 3-6 Monate nach der Operation täglich durchgeführt werden, damit er lernt, die noch gesunden Bereiche der Netzhaut effektiver zu nutzen und diese bevorzugt einzusetzen – Eine wichtige Voraussetzung dafür, dass der Patient das Potenzial des IOL-VIP-Systems optimal ausschöpfen kann.

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